Konzerte & Bühne

Con Brio - Das Sinfonieorchester

Freitag, 19:30 UhrStadthalle Lohr, Jahnstraße 8

Orchestermitglieder in schwarzer Kleidung mit Instrumenten gehen vor einer Kirche über einen gepflasterten Platz.

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Anton Bruckners Musik wird gern in die Nähe der Wagnerschen Tonsprache gerückt, wohl deshalb, weil Bruckner eine tiefe, mitunter ins Devote abgleitende Verehrung für Wagner empfand. Die wunderbare, ihrerseits weite Bögen schlagende VII. Sinfonie scheint diese Nähe zu bestätigen, denn es finden sich Zitate gerade aus dem Tristan-Kosmos vor allem im ersten Satz, und ins Adagio fügt Bruckner den berühmten Trauergesang der Tuben für den verstorbenen Bayreuther Meister ein. Doch abseits dieser Äußerlichkeiten produzieren die beiden Tonschöpfer völlig unterschiedliche Musik. Zugespitzt könnte man sagen: Wagner lebt und schreibt in Gefühlen und bringt dabei Formen (etwa seine Leitmotivstrukturen) hervor. Bruckner dagegen komponiert in formalen Linien und Schichten, dabei entstehen freilich überwältigende Ausbrüche und tiefe, stille Momente – Gefühle also, nicht geringere als bei Wagner.