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Adam und Evelyn

17.04.2019
Kulturkeller im Weinhaus Mehling | 20:00


Veranstaltungsort:
Kulturkeller im Weinhaus Mehling
Hauptstraße 30
97816 Lohr a.Main

Tel.: 09352/2602

info@weinhaus-mehling.de
Veranstalter:
Weinhaus Mehling

Andreas Goldsteins erstaunlicher Film „Adam und Evelyn“ nimmt sich Zeit: Er erzählt in lakonischem Tonfall von Adam und Evelyn, die mit Schildkröte und Oldtimer in den Westen fahren – eine tiefstapelnde Utopie in Zeitlupe.

Ein blauer Wartburg, Baujahr 1961, mag im Jahr 1989 nicht ganz das ideale Fluchtfahrzeug aus der DDR gewesen sein. In Andreas Goldsteins Film „Adam und Evelyn“ passt die „Klapperkiste“ aber perfekt. Denn die epochalen Ereignisse der Wende haben die Welt gleichsam im Schnelldurchlauf ereilt. Nun, eine Generation später, scheint es sinnvoll, sie noch einmal in Zeitlupe zu durchlaufen. Denn es sind noch ein paar Fragen offen. Vor allem die entscheidende: Was genau ist damals eigentlich passiert, als die DDR zu verschwinden begann?

Der Lenker des Wartburg trägt den bürgerlichen Namen Lutz Frenzel. Sein Rufname ist Adam, aus Gründen, über die man schöne Spekulationen anstellen kann. Adam ist eine Figur aus dem Roman „Adam und Evelyn“ von Ingo Schulze, erschienen 2008. Sein Leben im Sommer 1989 gleicht einem Idyll.

Er ist Schneidermeister mit einem Atelier im Grünen, seine Kundschaft ist überwiegend weiblich, manche Frauen lassen sich im Garten dann auch noch fotografieren, mit neuem Kleid oder ohne. Und manchmal in den Schuhen von Evelyn. Die empfindet das zu Recht als Übergriff, denn sie möchte weder ihre Schuhe noch ihren Lebensgefährten mit anderen Frauen teilen.

Bert Rebhandl in der FAZ

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