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Kindeswohl The Children Act

13.02.2019
Kulturkeller im Weinhaus Mehling | 20:15


Veranstaltungsort:
Kulturkeller im Weinhaus Mehling
Hauptstraße 30
97816 Lohr a.Main

Tel.: 09352/2602

info@weinhaus-mehling.de
Veranstalter:
Weinhaus Mehling

"Das Drama spielt sich zum größten Teil in Fionas Innerem ab. Eyre und McEwan haben dieses Problem gelöst, indem sie die Rolle mit Emma Thompson besetzten. Thompson, die seit Mike Nichols’ „Engel in Amerika“ keine so vielschichtige Figur mehr verkörpert hat, zieht als Fiona die Summe ihrer schauspielerischen Karriere, sie bringt das Verhärmte, Verträumte, das Eifernde und Routinierte, die ungestillte Sehnsucht und Gekränktheit der Richterin gleichermaßen zum Klingen, manchmal mit so feinen Übergängen, dass man kaum bemerkt, wie sie ihre Gesichtszüge vom einen in den anderen Gefühlszustand und wieder zurück moduliert".

Andreas Kilb - FAZ

 

"Der Regisseur Richard Eyre macht aus diesem juristischen Lehrstück intelligente Kinounterhaltung, er verurteilt nicht, weder die Eltern noch die Ärzte. Eyre liebt Filme, die in geschlossenen Welten spielen - das Publikum sei neugierig, sagt er, und wolle wissen, was hinter den Kulissen passiere. Nach Theater ("Stage Beauty") und Schule ("Tagebuch eines Skandals") blickt er hier hinter die Mauern des Londoner High Courts. Als Vorlage diente ihm der 2014 erschienene Roman "Kindeswohl" von Ian McEwan, der das Thema - Entscheidungen und ihre Konsequenzen - schon setzt. Denn auch die Richterin (die von Emma Thompson wunderbar nuanciert gespielt wird) muss mit ihren Urteilen leben, mit all den Kinderschicksalen, die sie in ihrem Aktenberg verwaltet. Der junge Leukämiepatient (Fionn Whitehead) wird sie sogar verfolgen, sie mit ihrem Urteil konfrontieren, da reagiert sie ganz abgeklärt."

Josef Grübl - Süddeutsche Zeitung

 

"Man könnte den Film hier abheften: Fantasie eines 70-Jährigen. Aber so einfach ist es nicht. Das Ehedrama verdeckt Ian McEwans Kernthema wie unpassendes Geschenkpapier. Als dieses ausgewickelt wird, kommt ein größeres Drama zutage, das den politischen Kern unserer Zeit berührt. Richterin Maye mag verlassen werden, aber jeden Morgen, der über London aufgeht, eilt sie zum Familiengericht und versucht zu kitten, was geht. Zerrissene Bindungen, verletzte Menschen, ethische Fragen. Es geht um verlassene, kranke, entführte, gequälte Kinder. Wesen, an denen sich der Schutzauftrag des Rechtsstaates zu beweisen hat, der hier von Maye vertreten ist, und klar ist: Er wird so stark oder so schwach sein wie sie, die überragende Juristin, eine waidwund geschossene Frau."

Susanne Mayer - Die ZEIT

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