Bürgermeister besuchen Impfzentrum in der Spessarttorhalle


Eintrag vom 13.01.2021, 12:11 Uhr

Die Ersten Bürgermeister der Städte Lohr a.Main, Dr. Mario Paul, und Karlstadt, Michael Hombach, haben das Impfzentrum Main-Spessart in der Spessarttorhalle in Lohr a.Main besucht und sich persönlich ein Lagebild vor Ort gemacht. Florian Schüßler vom Bayerischen Roten Kreuz informierte über Organisation und Ablauf.

Die Bürgermeister wurden von Florian Schüßler durch das Impfzentrum geführt und ließen sich die einzelnen Stationen im Detail erklären Dr. Mario Paul und Michael Hombach zeigten sich beeindruckt: „Alles ist für einen reibungslosen Ablauf vorbereitet,“ so das einstimmige Fazit.

Bis die BürgerInnen an die Reihe kommen, wird es noch bis nächste Woche dauern. Für einen weiteren Probelauf werden aber bereits am Donnerstag und Freitag dieser Woche je ca. 50 MitarbeiterInnen ambulanter Pflegedienste und des BRK Rettungsdienstes im Impfzentrum in der Spessarttorhalle geimpft.

Einteilung in Gruppen

Zur Gruppe 1, die zuerst geimpft werden gehören die über 80-Jährigen sowie BewohnerInnen und Personal von Pflegeheimen, MitarbeiterInnen von ambulanten Pflegediensten, Personen auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst. Danach folgt die Gruppe 2 zu denen unter anderem Personen im Alter von 75-79 Jahren sowie Menschen mit Trisomie 21 und Personen mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen gehören. Anschließend folgen weitere Gruppen.

„Bei der Festlegung und Priorisierung des Impfzugangs geht es um den Schutz jener Gruppen, deren hohe Gefährdung und Verwundbarkeit durch das Coronavirus sich in den vergangenen Monaten gezeigt hat“, so Florian Schüßler vom Bayerischen Roten Kreuz. Beide Bürgermeister sind sich einig: „Auch wir werden uns impfen lassen, sobald wir an der Reihe sind.“

Bürger bekommen Post

Auch wenn das Impfzentrum noch nicht im Vollbetrieb ist, erhält das Landratsamt bereits viele Anrufe von BürgerInnen, die sich impfen lassen wollen. Seit Montag besteht die Möglichkeit sich bereits online oder über die Hotline für eine Impfung registrieren zu lassen.  "Wir sehen, dass eine große Bereitschaft vorhanden ist", sagt Florian Schüßler. Er mahnt aber zu Geduld. „Wir fahren momentan auf Sicht, da wir die Impfstoffliefermengen aktuell relativ kurzfristig erfahren.“ Die über 80-jährigen BürgerInnen werden aktuell schriftlich darüber informiert, wie der genaue Ablauf ist.

Fünf Phasen

Wer sich dann für eine Impfung entscheidet, durchläuft im Impfzentrum folgende Phasen:
Check-In, Anmelden (1), Aufklären (2), Impfen (3), Warten/Ruhe (4) und Abmelden (5). Um Organisation und die Durchführung kümmern sich im Vollbetrieb ca. 10 – 15 Personen gleichzeitig. Insgesamt sind ca. 100 Personen für das neue Impfzentrum im Einsatz.

Beim „Check-In“ wird zunächst die Körpertemperatur gemessen und geprüft, ob auch keine Anzeichen für einen Infekt vorliegen. Danach erhalten die BürgerInnen durch ein Video Informationen übers Impfen. Bei einem Arztgespräch wird auf Grundlage der individuellen, persönlichen Voraussetzungen über mögliche Risiken aufgeklärt und es werden Fragen beantwortet.

"Warten/Ruhen" heißt, dass die Bürger noch ca. 15 Minuten nach der Impfung im Wartebereich verbringen, um zu überprüfen, dass sie die Impfung gut vertragen haben. Beim „Check-Out“ erhalten die BürgerInnen eine Impfbescheinigung. "Ich gehe davon aus, dass ein Besuch im Impfzentrum nicht länger als 35 - 40 Minuten dauern wird", so Schüßler.

"Nur ein kleiner Pieks"

Bis einschließlich Dienstag wurden bereits knapp 1.100 Personen im Landkreis geimpft. In den ersten Senioreneinrichtungen stehen ab 18. Januar 2021 bereits die Auffrischungsimpfung an.  "Es geht ganz schnell, es ist nur ein kleiner Pieks", so Florian Schüßler. "Ich hoffe, dass es ganz viele Menschen gibt, die diesem Beispiel folgen werden."

Während des Besuchs der beiden Bürgermeister traf in Begleitung der Polizei bereits die nächste Impfstofflieferung im Impfzentrum ein. Einem erfolgreichen Impfstart steht also nichts im Wege.

„Am Impfzentrum zeigt sich einmal mehr: Was Wissenschaft, Wirtschaft und die öffentliche Hand in der Corona-Pandemie leisten, ist wirklich mehr als beeindruckend“, stellten Michael Hombach und Dr. Mario Paul abschließend anerkennend fest.

 

Nähere Informationen zum Impfzentrum Main-Spessart unter https://impfzentrum-msp.de/
oder telefonisch unter der Nummer: 0 93 53/793-15 55

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