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Berlin Rebel Highschool von Alexander Kleider

10.01.2018
Kulturkeller im Weinhaus Mehling | 20:30


Veranstaltungsort:
Kulturkeller im Weinhaus Mehling
Hauptstraße 30
97816 Lohr a.Main

Tel.: 09352/2602

info@weinhaus-mehling.de
Veranstalter:
Weinhaus Mehling

"Alexander Kleider (»My Home is my Castle«) porträtiert eine Berliner Alternativschule für junge Erwachsene, indem er sechs Schüler bis zum nachgeholten Abitur begleite.

Erfunden wurde sie in den (nur scheinbar idyllischen) Zeiten, als »alternativ« noch eine linksdemokratisch besetzte Auszeichnung war. Da war die 1973 aus dem Streik gegen das autoritäre Regime an einer privaten Bildungsanstalt gegründete »Schule für Erwachsenenbildung« ein heißer Tipp für nach Berlin abgehauene Schulabbrecher und -verweigerer aus der bundesrepublikanischen Provinz. Denn gegenüber anderen Einrichtungen des sogenannten zweiten Bildungsweges gab es bei der SFE (fast) keine Vorbedingungen für die Aufnahme. Dafür aber viel Offenheit und basisdemokratische Selbstverwaltung. Autonome Finanzierung durch egalitäre Schulgebühren und ein Einheitsstundenlohn für die Lehrer garantierten Unabhängigkeit von offiziellen Institutionen. Einzige Verbindungsstelle nach dort waren die externen Prüfungen bei einer staatlichen Prüfungskommisssion, mit denen die Eleven und Elevinnen nach zwei oder drei Jahren die Mittlere Reife oder das Abitur erlangen konnten.

Und noch können. Denn im Unterschied zu vielen anderen Projektgründungen jener Zeit hat die SFE fast unverändert bis heute überdauert. So war es eigentlich überfällig, die trotz des ehrwürdigen Alters gar nicht gediegene Bildungsstätte auch filmisch zu verewigen. Das hat jetzt der Filmemacher Alexander Kleider – selbst SFE-Absolvent des Abijahrgangs 2000 – getan. Ins Zentrum von »Berlin Rebel High School« stellt er sechs ausgewählte Schülerinnen und Schüler, die im regulären Schulsystem gescheitert sind. Nun wollen sie es – mittlerweile in den Zwanzigern – noch einmal versuchen und werden in einer der schulüblichen Vollversammlungen und einer Führung in das permanent neu ausgehandelte Regelwerk und die graffitidekorierten Räume der ehemaligen Fabriketage im Kreuzberger Mehringhof eingeführt. [...] "

Die komplette Kritik von Silvia Hallensleben auf epd-film.de lesen

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