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Pablo Cámpora GUITARRA del Río de La Plata

12.10.2017
Kulturkeller im Weinhaus Mehling | 20:00


Veranstaltungsort:
Kulturkeller im Weinhaus Mehling
Hauptstraße 30
97816 Lohr a.Main

Tel.: 09352/2602

info@weinhaus-mehling.de
Veranstalter:
Weinhaus Mehling

Er hat viele Jahre in Köln gelebt, weswegen er auch seine Konzerte auf deutsch moderiert und uns so einige Merkmale seiner Musik auf charmante Art näherbringt. Schwerpunkt in seinem neuen Programm wird die “Milonga” sein. Dieser Musikstil mit tiefen Wurzeln in der Folklore, ist nicht nur die “Mutter” des Tangos, es hat auf anderen Wegen auch seinen Platz im klassichen repertoire eingenommen hat. Mit diesem Repertoire hat die Gitarre ein Feld gefunden wo sie ihre Klangbreite und ihre enorme Vielfältigkeit an Klangfarben nochmal unter Beweis stellen darf.

In meinem Garten in Montevideo besucht mich häufig so etwas wie ein Käfer, ein harmloses Insekt, bestückt mit einem kleinen Panzer, der in schimmernden Grün- und Blautönen glänzt, sowie mit einem kleinen Pompon auf jedem seiner kleinen Fühler.

Dieses Tierchen raspelt mit einem seiner Flügel und erzeugt so ein Geräusch ähnlich dem einer zupfenden Saite. Den Menschen gefällt es, den Käfer zu fangen und eingeschlossen in ihren hohlen Händen, seinem Konzert zu lauschen. So kam es, dass dieses bunte Tierchen für sich den Namen ”Guitarrero‟, der ”Gitarrenspieler‟ errungen hat. Jedes Mal, wenn es gefangen wird, gibt der ”Gitarrenspieler‟ seinen traurigen Klang zum Besten und erlangt erneut seine Freiheit.

Guitarrero ist im Spanischen der Hersteller von Gitarren, aber mit ”Guitarrero‟ bezeichnet man auch den Sänger, der in Kneipen auftritt und seinen Gesang mit seiner Gitarre allenfalls rudimentär begleitet. Man nennt ihn ”Guitarrero‟ mit einer gewissen herablassenden Art, denn er verfügt über keine musikalischen ”Kenntnisse‟, er kann keine Noten lesen, er ist kein Musiker, kein Interpret, er spielt nur nach Gehör, er kennt kaum die Namen der Akkorde. Ihm gehören die namenlose Akkorde.

Er kennt sie durch ihren Klang und nicht durch die ihnen in den Traktaten der Harmonielehre vergebenen Namen.

”Guitarrero‟ ist derjenige, der auf den Straßen spielt, in den Bussen.

”Guitarrero‟ ist derjenige, der es ermöglicht, dass die Coplas die Lieder des Volkes sind, sonst sind es keine Volkslieder.

”Guitarrero‟ ist derjenige, der die Milongas spielt, die den Tango gezeugt haben und die das tiefste Empfinden des Mannes vom Land und seine Einsamkeit verstecken. Wir verstecken unsere Zuneigung. Und genau dort, in diesem Versteck, lebt die Milonga. Yupánqui sagte einst: ”Die Gitarre ging zu den Indianern, um ihre Mysterien zu lernen; und sie kehrte mit einer größeren Tiefe zum Volk zurück, volltrunken von den vielen Schweigen“.

Auch die Gauchos, die berittenen Viehhüter haben sie adoptiert und seit jener Zeit stirbt der ”Guitarrero‟ aus Liebe und Sehnsucht in jeder Milonga vom Land.

Ich lade Euch ein, in den Milongas beim Klang der klassischen Gitarre aus Südamerika zu sterben.

Pablo

 

http://www.guitarra.com.uy

http://www.soundclick.com/pablocampora

 

 

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