Neue Kläranlage in Ruppertshütten eingeweiht


Eintrag vom 12.07.2017, 14:13 Uhr

Mit einem kleinen Festakt wurde am 10. Juli 2017 die neue Kläranlage für den Stadtteil Ruppertshütten eingeweiht. Vor etwa 60 geladenen Gästen schaltete Bürgermeister Dr. Mario Paul assistiert vom technischen Leiter der Stadtwerke Wolf-Dieter Füg die Belüftung des Belebungsbeckens ein und nahm damit die Anlage offiziell in Betrieb. Im Herbst wird es einen Tag der offenen Tür geben.

In seiner Begrüßung ging Werkleiter Otto Mergler auf die recht aufwändige Planungs- und Abstimmungsarbeit ein, die vor dem Baubeginn im Sommer 2015 zu leisten war. Er bedankte sich für die sachorientierte und zielgerichtete Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbehörden, Planer, Handwerker und Mitarbeiter der Stadtwerke. Die hydrologisch schwierige Ausgangslage im Sindersbach habe alle vor große Herausforderungen gestellt. Herausgekommen sei eine kleine Kläranlage, die aber alle Verfahrensschritte einer großen Anlage abbilden müsse. Bei kleinen Anlagen müssen die chemischen und biologischen Abläufen bei der Abwasserreinigung besonder sorgfältig justiert werden.

Wichtige und umfassende Investionen in den Stadtteil


Bürgermeister Dr. Paul erinnerte daran, dass mit dem Abschluss dieses Projektes in den vorausgegangenen zwanzig Jahren mehr als 8,6 Millionen Euro allein von den Stadtwerken im Stadtteil Ruppertshütten investiert wurden. Steuermittel in Form von Zuschüssen seien nicht geflossen. Die Gelder werden also von den Beitrags- und Gebührenzahlern der Gesamtstadt aufgebracht. Zusammen mit den über den städtischen Haushalt finanzierten Ausgaben für den Tiefbau summierten sich die Investitionen in den „Ruppertshüttener Untergrund“ sogar auf weit über 10 Millionen Euro. Ruppertshütten sei der Stadt also lieb und teuer.

Lange Planungsphasen

Auf die ersten Überlegungen zur Ertüchtigung bzw. Erneuerung der Abwasseranlage für Ruppertshütten blickte Diplom-Ingenieur Hans-Ulrich Hoßfeld sogar zurück bis ins Jahr 2000. Eine lange und ereignisreiche Planungsphase musste vor allem die große Spreizung beim Abwasserzufluss von 0,5 bis 10 Litern pro Sekunde bewältigen.

Segnung der Kläranlage

Die beiden Pfarrer Albrecht Koch und Sven Johannsen spendeten schließlich den kirchlichen Segen für die Anlage und die darin Tätigen. Pfarrer Johannsen verglich die biblische Erzählung der Reinigung der Quelle von Jericho durch den Propheten Elischa mit der verantwortungsvollen Aufgabe der heutigen Abwasserreinigung für Gottes Schöpfung und die Menschen.

Ein Rundgang über die neue Kläranlage mit sachkundigen Erklärungen durch Dipl. Ing. Hoßfeld und Abwassermeister Richard Riedmann rundete die Veranstaltung ab.

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